• Rettungshundestaffel
    ASB KV Kronach e.V.

    Spürnasen im Einsatz

    Vom Flächensuchhund bis zum Mantrailer. Unsere Spürnasen helfen dabei vermisste Menschen rechtzeitig aufzufinden.

Das treibt uns an

Was ist unser Motiv?

Wer sich mit Hunden beschäftigt, weiß, welche außergewöhnlichen Fähigkeiten sie haben. Sie haben beeindruckende Sinne und können damit hervorragende Leistungen erbringen. Etwas zu suchen fordert und macht ihnen richtig viel Spaß. Unser Motiv ist es, mit dem Hund zusammen zu arbeiten und seine Fähigkeiten sinnvoll zu nutzen. Im Ernstfall können wir effektiv helfen. Die Kombination, seinem Hund eine artgerechte Beschäftigung zu bieten und gleichzeitig unseren Beitrag in der Gesellschaft zu leisten, treibt uns an.

Ein Rettungshundeteam ist nach DIN 13050 definiert: ein Team besteht aus einem geprüftem einsatzfähigem Hundeführer und seinem geprüften und einsatzfähigen Hund. Seine Aufgabe besteht darin, vermisste oder verschüttete Menschen zu suchen und zu orten. Die Ausbildung ist umfangreich, kostenintensiv und nimmt sehr viel Zeit in Anspruch. Wir trainieren die reine Sucharbeit 2 x pro Woche, damit der Hund lernt, zusammen mit seinem Hundeführer ein ihm zugewiesenes Gebiet schnell und selbständig abzusuchen. Für den Grundgehorsam und Sozialisierung des Hundes ist zusätzlich die entsprechende Zeit einzuplanen.

Die Ausbildung kann nur gelingen, wenn jeder für seine Kameraden als engagierter Helfer zur Verfügung steht. Der Hundeführer wird neben einer Sanitätsausbildung auch in Funk und Einsatztaktik sowie Orientierung im Gelände (Karte/Kompass) geschult und bekommt auch die Erste Hilfe am Hund vermittelt. Diese Kenntnisse werden jährlich aufgefrischt; das Team wird im Abstand von 24 Monaten geprüft. Die Ausbildung eines Teams dauert ca. 2 Jahre.

Mitglieder einer Rettungshundestaffel müssen zusammenhalten. Bei uns werden Mensch und Hund in der Gemeinschaft ausgebildet. Wer Freude und Erfahrung an der Arbeit mit Hunden hat, kann bei uns mitmachen. Mitbringen sollte man Hundeverstand, Teamgeist, Engagement, viel Zeit, körperliche Fitness und psychische Belastbarkeit. Auch Helfer ohne Hund werden benötigt. Der Hund sollte eine gute Sozialisierung, Menschenliebe und die entsprechenden körperlichen Voraussetzungen mitbringen. Ein bereits vorhandener Grundgehorsam ist wünschenswert. Er darf nicht ängstlich sein und keine Aggressionen gegenüber Menschen haben. Außerdem sollte er über einen ausgeprägten Spiel- und Beutetrieb verfügen.

Ansprechpartner

Timo Griebel
Leitung Rettungshundestaffel

Tel.: 0 92 61 / 50 677-0
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Unsere Staffelmitglieder

Timo Griebel mit Finn und Lanny

Staffelleiter und fachl. Leiter

Finn ist ein Border-Collie und kam 2010 aus dem Coburger Tierheim zur Familie Griebel.
Er ist verschmust und anhänglich. Als Flächensuchhund war er immer schnell und ausgefuchst unterwegs. Der kleine "Professor" meisterte sogar die ASB Vorprüfung zum Mantrailer. Mittlerweile darf er alles relaxter angehen. Privat liebt er ausgedehnte Bergwanderungen und zeigt begeistert kleine Tricks. In jungen Jahren war er sehr erfolgreich im Turnierhundesport unterwegs und spielte gerne Frisbee. Für die Firma Major Dog hat er den Nebenjob des Spielzeug-Testers und natürlich Fotomodel.

Lanny wurde 2015 kurz vor Silvester in der Oberpfalz geboren. Viele halten ihn für einen Mischling. Doch er ist ein Border Collie aus reinster Hütelinie. Er hat unglaubliche Ausdauer und Arbeitswillen, was das Rettungshundetraining zu einer wahren Freude macht. Der verschmuste Kerl tobt begeistert im Wasser, ist ein leidenschaftlicher Schwimmer und liebt es, mit seinen Border Kumpels um die Wette zu rennen. Außerdem hortet er jedes Spielzeug, was er finden kann.

Carola Deppler mit Lucky, Sami und Yuuwa

Ausbilderin, ET-Bewerter, Ausbilderin "Erste Hilfe Hund" und fachl. Leiter

Lucky wurde 2007 auf einem Bauernhof geboren. Schon beim ersten Anblick passte die Chemie zwischen Frauchen und der Mischlingshündin. Lucky war eine treue Seele und vertrug sich mit allen anderen Hunden. Sie liebte es zu fressen, was nicht immer von Vorteil war, denn hin und wieder gönnte sie sich die Belohnung schon vor dem Training. Genau dieser Einfallsreichtum, ihre Loyalität und ihr absolut liebes Wesen machte Lucky sowohl in der Rettungshundearbeit als auch im Privatleben zu einem treuen Begleiter. Sie war bis zu ihrem Tode 2019 als geprüfter Rettungshund aktiv. Sie wird unvergessen bleiben 🖤

Yuuwa ist eine kleine Australierin. November 2017 hat sie den großen Teich überquert und bereits erfolgreich ihre Ausbildung zum Flächensuchhund absolviert. Sie ist eine aufgeweckte, aufgeschlossene und freundliche Hündin. Yuuwa hat immer gute Laune und ist jederzeit zu jeglicher "Schandtat" bereit. Yuuwa liebt es zu fressen und zu spielen. Freude hat sie prinzipiell an jeder Aufgabe, die man ihr gibt. Dies macht sie zu einem echten Allrounder. Mit ihrer Art und Weise ist sie ein kleiner Gute-Laune-Hund, der es schafft einem in jeder Situation ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern.

Tami wurde 2014 als Letzter von acht Welpen geboren. Typisch Wolfshund ist Tami ein Charakterhund. Genau diese Eigenschaft gepaart mit seinem wölfischen Aussehen und seiner imposanten Größe verzaubert viele Menschen. Bereits mit 8 Wochen begann Tami die Ausbildung zum Rettungshund als Mantrailer. In der Arbeit bringt ihn nichts aus der Ruhe. Er arbeitet stets ruhig und konzentriert an der Erfüllung seiner Aufgaben. Im Privatleben widmen Tami und seine zwei Mädels sich dem Zughundesport und dem Erlernen von Tricks.

Johanna Berthold mit Ilo

Rettungshundeführerin

Ilo ist ein Lapinporokoira und 2013 in Finnland geboren.
Zur Rettungshundearbeit kam sie mit einem knappen Jahr. Ilo übte erst lange Jahre als Rückverweiser, bevor sie sich entschieden hat, nun doch ein Verbeller zu werden. Es liegt ihr auch viel besser. Sie sucht schnell und weiträumig. Ihre große Stärke ist ihr lautes Organ, was das Bellen über weite Distanzen hören lässt. In ihrer Freizeit übt sie die wichtigen Aufgaben eines Bauernhofhundes aus: treibt Schweine, passt auf die Hühner auf, sucht verlorengegangene Ziegen und Esel und bespaßt die Herdenschutzhunde.

Björn Raab mit Luna

Rettungshundeführer

Luna ist ein Miniature Australian Shepherd und wurde 2014 geboren. Im August 2016 kam sie als Pflegehund aus dem Tierheim Bamberg zu uns und wurde prompt einen Monat später von uns adoptiert. Mit ihren 1,5 Jahren musste sie erst einmal lernen, dass außerhalb des Gartenzauns noch eine weite Welt existiert. Die anfangs schüchterne Hündin absolviert seit 2017 nunmehr selbstbewusst ihre Ausbildung zum Flächensuchhund. Trotz ihrer unscheinbaren Größe hat sie ein durchdringendes Organ. Das „Häschen“ der Staffel liebt das Rennen und lautstarke Bellen. Daheim lässt sie es eher ruhig angehen und kuschelt ausgiebig. Abwechslung bringt das gemeinsame Spielen und Toben mit ihrer Freundin Zara.

Claus Böhm mit Krümel

fachl. Leiter

Krümel ist 2018 in Tschechien geboren und ein lernbegieriges, liebenswertes Riesenbaby. Zusammen mit seinem Hunde-führer Papa Claus, der als Einsatztaucher in der DLRG aktiv war, taucht der Beauceron Rüde als Azubi nun Schritt für Schritt in die Welt der Rettungs-hunde ein. Das Training macht ihm viel Spaß. Privat kuschelt er gerne oder begleitet den Papa beim Joggen. Claus hat als angehender Rettungshundeführer und Einsatzleiter einiges zu tun, denn zusätzlich ist er noch als Sanitäter und Rettungs-schwimmer tätig.

Philip Herr

fachl. Leiter

Philip
ist als Herrchen von Paula und Lynn bereits seit 2017 in der Staffel. Er unterstützt diese bei Trainingseinheiten als Helfer.
Philip hat 2018 die Ausbildung zum “Einheitsführer im Rettungshundewesen” erfolgreich absolviert.

Michael Carl mit Rocky

stellv. Staffelleiter und fachl. Leiter

Rocky wurde 2007 geboren und war ein Labrador-Rüde.
Nach seiner Begleithundeprüfung durfte er beim Agility zeigen, was er kann. Als Rettungshund hat er die Vorprüfung zum Mantrailer bestanden.
Er liebte ausgedehnte Spaziergänge mit Freunden und auch den Genüssen des Lebens konnte er als geborener Saarländer nicht widerstehen: "Hauptsach´gudd gess!
Gschafft han mir schnell!".
Aus gesundheitlichen Gründen genoss Rocky dann mit 11 Jahren sein Rentnerdasein, doch seine Spürnase durfte er trotzdem trainieren.

Plötzlich und unerwartet ist er Anfang 2021 von uns gegangen. Wir werden ihn nie vergessen 🖤

 

Simone Bauch mit Balthasar und Rocky

Ausbilderin

Balthasar wurde 2014 geboren und ist ein Labrahound (Vater Labrador, Mutter Bloodhound). Er hat ein ruhiges Wesen, kuschelt für sein Leben gern, ist absolut albern und ein wundervoller Krankenpfleger. Am meisten Freude hat er aber bei der „Nasenarbeit“. Er ist sehr „spurverliebt“ und verfolgt die Spuren ehrgeizig und ausdauernd. Durch seine erfolgreich abgeschlossene Ausbildung zum Mantrailer, darf er nun die Rettungshundestaffel bei der Suche nach vermissten Personen unterstützen.

Rocky kam im November 2017 zu mir. Der spanische Mischling ist Powerpaket, Schlitzohr und Kinderstar in Einem. Außerdem ist Rocky sehr ehrgeizig und hat eine hohe Auffassungsgabe. Die Jagd wäre, wenn er dürfte, sein größtes Hobby. Damit Rocky seinem Naturell entsprechen kann, durchläuft auch er nun die Ausbildung zum Personensuchhund.

                      

 

Antonia Beyer mit Leika

Ausbilderin "Erste Hilfe Hund"

Leika ist eine blonde Labrador-Hündin, geboren im Juli 2013. Das immer gut gelaunte Energiebündel liebt Apportieren, Wandern, sportliche Aktivitäten und natürlich labradortypisch: Essen. Unter der Woche begleitet sie ihr Frauchen gerne jeden Tag zur Arbeit. Seit Anfang 2016 nimmt sie zusammen mit ihrem Frauchen, einer ausgebildeten Sanitäterin, mit sehr viel Begeisterung am Training zur Ausbildung zum Rettungshund teil.

Micha Trinkwalter mit Bilbo

Rettungshundeführer

Bilbo ist 2017 in der Nähe von Kronach geboren. Als Black-bi Aussie wird er meist für einen Border Collie gehalten. Zuhause tobt er am liebsten mit seinem Lieblingsspieli "Waldi" herum. Manchmal muss er seinen müden Hundeführer beim Joggen tatkräftig unterstützen und hilft ihm bei den bergigen Anstiegen. Mit 5 Monaten ist er zur Hundestafflel gekommen und kann nun seine Lauffreude in der Flächensuche voll ausleben. Außerdem ist Bilbo häufig zur Unterstützung mit im Büro, was ihm mittlerweile sogar ein eigenes Türschild eingebracht hat.                          

Heike Schreiner mit Merle

Rettungshundeführerin

Merle ist ein Border Collie / Australien Shepard Mix und im August 2018 geboren. Das kleine Powerpaket ist schnell, schlau und bellt am liebsten für ihre Bälle. Sie ist ein kleiner Clown, für jeden Spaß zu haben, liebt Wasser und schwimmt wie ein Weltmeister. Beim Spaziergang legt sie meist die doppelte Wegstrecke zurück, doch nach getaner Arbeit entspannt sie auch gerne auf dem Sofa. Und wenn noch Pommes von Burger King abfallen, ist der Tag für sie perfekt.

Benjamin Baier mit Lilly

Rettungshundeführer

Benjamin ist als Rettungssanitäter bei uns für die Erste Hilfe Ausbildung und Funkausbildung zuständig.
Hauptberuflich ist er als Disponent in der ILS Coburg angestellt. Als aktives Mitglied mischt er außerdem bei der Feuerwehr (Tettau) als Gruppenführer, Zugführer, Drehleitermaschinist und Atemschutzgeräteträger
Feuerwehrmodul II  (Hauptbrandmeister ILS) mit.
Benni´s Hobbies sind seine Schäferhündin Lilly und Theater. In der Staffel kümmert er sich um sämtliche organisatorische und technische Aufgaben.

Bettina Griebel mit Floyd und Jazzman

Ausbilderin, ET-Bewerterin

Floyd war ein Collie-Mischling und Gründungsmitglied der Kronacher Staffel. Er wurde 2005 aus einer spanischen Tötungsstation gerettet. Für die Rettungshundearbeit musste er das Bellen erst lernen. Er suchte stets kontrolliert, zuverlässig und sehr gründlich. Am liebsten bellte er für Käse und Coburger Bratwurst. In jungen Jahren war er ein kleiner Balljunkie, wanderte gerne in den Bergen und apportierte mit Leidenschaft seinen Futterbeutel. Im Alter von 14 Jahren ist Floyd seinem Krebsleiden erlegen. Er bleibt für immer in unserem Herzen 🖤

Jazzman ist ein Border Collie und 2013 in Nürnberg geboren. Der kleine "Murmel" ist verspielt, clever und voller Power. Bereits als Welpe durfte er die Grundlagen der Rettungshundearbeit erlernen. Er ist zuverlässig, schnell und sehr laut! Auch im Hundesport Obedience ist der talentierte Bub erfolgreich. Privat wandert er gern in den Bergen oder beobachtet stundenlang das Meer. Er ist für jedes Spiel zu haben und posiert gerne als Fotomodel.

Neo ist ebenfalls ein Border Collie und 2019 in der Oberpfalz geboren.
Er ist klug, schnell und liebt Spielzeug. Er wird ebenfalls zum Flächensuchhund ausgebildet. Zusätzlich darf er sich im Obedience beweisen. Privat hütet der freche Kerl am liebsten seinen Kumpel Lanny oder planscht im Hundepool.

Theresa Zahorka mit Sam

Rettungshundeführerin

Sam ist 2014 geboren und ein Golden Retriever. Zumindest auf Papieren, denn von seinen Staffelkollegen wird er liebevoll " die Wildsau" genannt. Und dies ist nicht unberechtigt,  denn wie es sich für solch eine gehört, macht er bei der Suche alles nieder, was ihm in die Quere kommt. Dornen, liegende Baumstämme und dichter Bewuchs können einen Sam nicht bremsen.
Und zu bremsen ist er auch privat nicht. Sam ist immer voller Tatendrang und am liebsten mit seinem Frauchen "on Tour". Egal ob schwimmen, joggen, longboarden, oder bergwandern. Bereits als Welpe hat Sam seine Nase mit Dummytraining geschult, sodass es ihm nach diesen 1 1/2 Jahren leicht fiel, seine Nase auf "Mensch" umzustellen.

 

Claudia Greich u. Wolfgang Langer mit Hendl

Rettungshundeführer

Hento, ein Blue Merle Australien Shepherd, wurde 2017 in der Nähe von Kulmbach geboren. Sein erstes Training hat der „Spatzebub“ mit 14 Wochen gemeistert und sich vom anfänglich noch sehr zurückhaltenden Welpen zu einem eifrigen und selbstbewussten Rettungshund gemausert. 2019 legte er erfolgreich die Prüfung Fläche ab. Seine Staffelkollegen gaben ihm den Kosenamen „Staffelschönling“, denn Wasser und Schmutzpfützen jeglicher Art waren nicht so sein Ding. Die Rettungshundearbeit hat ihm aber so viel Spaß gemacht, dass er vergaß, dass er Pfützen eigentlich nicht mag. In seiner Freizeit liebte er es, seine Spielsachen herum zu tragen oder mit seinem Hundefreund Alf bei ausgiebigen Spaziergängen durch die Natur zu toben. Leider überschattete eine schwere Krankheit sein Leben. Trotz aller Bemühungen hat er 2021 den Kampf verloren. Hento wird stets in unserer Erinnerung weiterleben                                                                                                     

 

Jule Trinkwalter mit Charlie

Rettungshundeführerin

Charlie ist 2017 geboren und kam aus der Nähe von Würzburg zu uns. Bereits beim ersten Besuch war klar, dass es sich um den gesuchten Traumhund handelt. Er ist ein Red Merle Australian Shepherd und besticht vor allem durch seine schnelle Auffassungsgabe. In kürzester Zeit erlernt er neue Tricks und bewerkstelligt gestellte Aufgaben. Dementsprechend will er gefordert werden, insbesondere geistig. In der Flächensuche hat sich gezeigt, dass er es viel spannender findet als Rückverweiser zu arbeiten statt als Verbeller. Im Alltag ist ausgiebiges Kuscheln und Schmusen angesagt.

Lisa Eckert Mit Frieda, Lynn und Paula

Rettungshundeführerin

Paula wurde 2016 in der Oberpfalz geboren und ist ein Australian Shepherd. Von Welpe an ist sie Azubi zum Rettungshund, was ihr unheimlich viel Spaß macht. In ihrer Freizeit liebt sie erlebnisreiche Spaziergänge, bei denen sie klettern und springen kann. Paula geht sehr durchdacht an Aufgaben heran, liebt es jedoch genau so sehr Quatsch zu machen.

Lynn ist ebenfalls eine Australien Shepherd Hündin welche 2017 zur Welt kam. Seit ihrer 10. Lebenswoche nimmt Lynn mit großer Begeisterung am Rettungshundetraining teil. Sie ist ein sehr vielseitiger Hund und übt gerne Tricks, DogDance oder DogActivity mit ihrem Frauchen aus. Lynn ist für jeden Spaß zu haben und ein echter Clown im Alltag.

Frieda ist mit ihren 6 Jahren das Oberhaupt des Rudels. Die kleine ungarische Spitz-Mischlings-Hündin hält die Aussies unter Dach und Fach. Während ihre Freundinnen Paula und Lynn trainieren, genießt sie die Ruhe zuhause.

Suche in Wald und Wiese

Flächensuchhunde

Flächensuchhunde werden angefordert, wenn größere Gebiete, z. B. Waldstücke oder Felder und Wiesen möglichst schnell nach einer vermissten Person abgesucht werden müssen.  

Wenn der Mensch etwas sucht, benutzt er seine Augen oder er muss in übersichtlichem Gelände mit langen Stangen im Gebüsch herumstochern. Dazu braucht es oft Hundertschaften der Polizei. Sie bilden lange Suchketten suchen Schulter an Schulter vorrückend nach der vermissten Person.  Je unübersichtlicher das Gelände ist, umso personal- und zeitaufwendiger wird das Ganze. Der Suche mit einer Wärmebildkamera vom Hubschrauber aus, sind auch Grenzen gesetzt.

Hier spielen vor allem die Tageszeit, die Außentemperatur und die Geländebeschaffenheit eine große Rolle.

Ein ausgebildetes Rettungshundeteam ersetzt ca. 50 Personen einer menschlichen Suchkette. Ein Hund besitzt ca. 220 Millionen Riechsinneszellen (im Vergleich: der Mensch ca. 5 Millionen). Ein Rettungshund stöbert nach menschlicher Witterung und kann selbst bei schlechter Sicht und dichtem Unterholz einen Mensch in 500 Metern riechen und orten. Die Suche mit Hunden ist daher jederzeit möglich.

Wird der Hund fündig, zeigt er dies zuverlässig an. Das kann einerseits durch Verbellen geschehen, was bedeutet, dass der Hund in unmittelbarer Nähe der aufgefundenen Person bleibt und so lange bellt, bis der Hundeführer eintrifft. Eine weitere Anzeigeart ist das Rückverweisen. Hier läuft der Hund  zum Hundeführer zurück und bellt oder springt ihn an, um seinen Fund anzuzeigen. Gemeinsam mit dem Hundeführer geht es dann zur gefundenen Person.

Um einen einheitlichen Ausbildungsstand gewährleisten zu können, müssen sich Flächensuchhunde alle 24 Monate einer Prüfung (nach GemPPO) unterziehen. Daher ist regelmäßiges und effektives Training wichtig, um die Einsatzfähigkeit zu erhalten.  

Der Person auf der Spur

Mantrailer

Jeder Mensch hat einen ganz individuellen Geruch, ähnlich einem Fingerabdruck.

Hat man die Möglichkeit, eine vermisste Person direkt vom letzten Sichtungspunkt aus suchen zu können, ist der Mantrailer die erste Wahl. Mantrailer oder Personenspürhunde folgen dem Individualgeruch der vermissten Person.

Damit der Hund weiß, welcher Spur er folgen soll, erhält er einen Geruchsartikel. Dies ist meist ein Kleidungsstück der vermissten Person. Es kann jedoch auch extra ein Geruchsträger angefertigt werden.


Wichtig ist, dass es sich ausschließlich um den Individualgeruch der Person handelt und Mischgerüche vermieden werden.

Die Suche wird an der Stelle begonnen, an der die vermisste Person ganz sicher das letzte Mal gesehen wurde.  Der Hund nimmt den Geruch aus der Umwelt auf und folgt ihm bis zum Schluss. Hierbei darf er sich nicht von den Geschehnissen um ihn herum ablenken lassen. Und er soll hierbei immer der jüngsten Spur folgen.

Mantrailer eignen sich besonders für die Suche nach verwirrten Menschen oder Kindern in bewohnten Gebieten und Städten, da sie an der Leine arbeiten. Es spielt für den Hund keine Rolle, ob er in der Stadt oder in natürlicher Umgebung sucht. Er folgt immer dem Individualgeruch der vermissten Person, auch über lange Strecken.

Hat er die gesuchte Person gefunden, zeigt er dies durch Vorsitzen, Anspringen oder Anbellen an. Auch das Ende einer Spur (Person ist zum Beispiel in einen Bus eingestiegen) muss der Hund anzeigen. Ebenso ist es wichtig, dass der Hund anzeigt, wenn es gar keine Spur gibt. Dies macht die Ausbildung so umfangreich und spannend.

Für Mantrailer gibt es im ASB eine eigene Prüfungsordnung, um auch hier einen hohen Ausbildungsstandard zu gewährleisten.   

Eine Zusammenarbeit mit Flächensuchhunden ist im Einsatz sinnvoll.

Das solltest Du mitbringen

Voraussetzungen Hundeführer

Der Hundeführer wird in einer mehrjährigen Ausbildung sorgfältig auf seine Aufgaben vorbereitet.

Neben einer Sanitätsausbildung werden Kenntnisse in Einsatztaktik, Sicherheit im Einsatz, BOS- Funk, Orientierung im Gelände, Kynologie und Erste Hilfe am Hund vermittelt.

Ein Rettungshundeführer ist im Einsatz hohen körperlichen und psychischen Belastungen ausgesetzt. Daher sind Gesundheit und körperliche Fitness, sowie seelische Ausgeglichenheit wichtige Voraussetzungen.

Die Rettungshundearbeit konfrontiert den Hundeführer ständig mit neuen Situationen und Schwierigkeiten. Der Hund hat eine sehr feine Antenne für die psychische Verfassung seines Hundeführers. Um gute Arbeit abzuliefern sollte sich dieser daher sicher und ruhig verhalten können.   

Im Einsatz kann keiner vorhersehen, ob und in welchem Zustand man die vermisste Person auffindet. Die Verantwortung, mit seinem Hund ein Waldgebiet abgesucht und niemanden gefunden zu haben, kann Fragen aufwerfen und belastend sein. Habe ich auch alles abgesucht? Hätte der Hund einen Fund wirklich angezeigt? Solche Fragen stellt sich wohl jeder Hundeführer einmal nach einem Einsatz, denn schließlich kann ein Menschenleben von ihm abhängen.

Auch Disziplin, Zuverlässigkeit und Integrationsfähigkeit sind unverzichtbar. Man sollte bereit sein, Kritik anzunehmen sowie Absprachen einzuhalten. Mitglieder einer Rettungshundestaffel sind keine "Einzelkämpfer", sondern es ist enormer Teamgeist gefordert!  Diese Punkte klingen vielleicht  selbstverständlich, dennoch scheitert an ihnen so manch angehender Rettungshundeführer.

Die Ausbildung ist umfangreich, kostenintensiv  und nimmt sehr viel Zeit in Anspruch. Wir trainieren die reine Sucharbeit  2 x pro Woche, damit der Hund lernt, zusammen mit seinem Hundeführer ein ihm zugewiesenes Gebiet schnell und selbständig abzusuchen. Für den Grundgehorsam und Sozialisierung des Hundes ist zusätzlich die entsprechende Zeit einzuplanen. Die Ausbildung kann nur gelingen, wenn jeder für seine Kameraden als engagierter Helfer zur Verfügung steht.

Welche Hunde sind geeignet?

Voraussetzungen Hund

Im Idealfall hat ein Rettungshund eine mittlere Größe. Ein Waldstück mit dichtem Brombeerbewuchs kann einem sehr kleinen Hund Probleme bereiten. Wiederum sehr große und schwere Hunde sind oft eher die gemütlichen Tiere, die keinen großen Spaß an Spiel und Bewegung haben.

Übermäßiges Fell oder rassespezifische Besonderheiten sind bei Ausbildung, Training und Einsatz nicht zu unterschätzende Kriterien. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Gesundheit, damit der Hund einige Jahre in Top-Form für Einsätze zur Verfügung steht. Da die Ausbildung im Durchschnitt 2 Jahre dauert, wird nur mit jungen Hunden das Training begonnen.

Menschenfreundlichkeit ist eine Grundvoraussetzung. Er darf weder Angst vor fremden Personen haben, noch sollte er unsicher oder misstrauisch sein. Von Vorteil ist eine hohe Belastbarkeit, sowie Ausgeglichenheit und Nervenstärke. Glatter Bodenbelag, Lärm oder andere Hunde sollten einen Rettungshund wenig beeindrucken.

Letztendlich sind Motivierbarkeit,  Arbeitsfreude und eine gewisse Selbständigkeit für das Training unerlässlich. Ist der Hund also für Futter und/oder Spiel zu begeistern, ist er verträglich, schätzt er auch fremde Personen und hat er einen kontrollierbaren Jagdtrieb, dann bringt er bereits eine gute Grundlage für einen Rettungshund mit.

Aktive Teilnahme oder Spende?

Unterstützen Sie uns

Es gibt viele Möglichkeiten, wie sie uns unterstützen können. Sei es durch aktive Teilnahme mit Ihrem Hund, oder durch eine helfende Hand im Training oder Einsatz.

Unsere Ausbildung ist zeitaufwendig und kostenintensiv. Sie können daher als förderndes Mitglied im Kreisverband Kronach beitreten oder uns eine direkte Geldspende zukommen lassen.

Wenn Sie die Möglichkeit haben, stellen sie Suchgebiete zur Verfügung. Geeignet sind Waldgebiete mit mindestens  50.000 qm Fläche, Firmengelände, Schulen, Sportplätze  oder ähnliches.

Bei dieser Gelegenheit bedanken wir uns herzlich bei den Bayerischen Staatsforsten und allen anderen, die uns derzeit schon kräftig unterstützen!

Natürlich sind wir auch für Sachspenden dankbar. Falls Sie uns etwas zukommen lassen möchten, kontaktieren Sie uns einfach per Email:

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Spendenkonto: DE 34 7715 0000 0101 4130 11 Sparkasse Kronach
Stichwort: Rettungshundestaffel

Mitmachen

Nachwuchs erwünscht

Sie sind sozial engagiert? Sie haben Hundeerfahrung und einen motivierten Junghund? Vielleicht ist auch für Sie die Mitarbeit  in einer Rettungshundestaffel die ideale Beschäftigung. Wir suchen ständig nach Helfern und neuen Teams.

Wer für sich und seinen vierbeinigen Freund eine erfüllende Aufgabe sucht, kann uns gerne beim Training besuchen und nähere Einblicke bei einem Schnuppertraining  mit dem eigenen Hund sammeln.

Auch ohne Hund kann man bei uns mitmachen, denn zu einer guten Rettungshundestaffel gehören auch Helfer, die die geprüften Teams im Einsatz und auch während der Ausbildung unterstützen.

Schreiben sie uns einfach eine Email oder rufen Sie uns an.

Wie alles begann

Die Geschichte der Rettungshunde

Heutzutage sind speziell ausgebildete Hunde, die verschüttete oder vermisste Personen suchen und finden, fast eine Selbstverständlichkeit.  Unwillkürliche denken wir da an die Lawinensuchhunde.  Doch das war nicht immer so. Seit tausenden Jahren hat der Mensch eine gewisse Beziehung zu Hunden.  Eine lange Zeit,  in welcher der Mensch lernte, die besonderen Fähigkeiten und Vorzüge des Hundes zu nutzen.  Und eine Freundschaft der ganz  besonderen Art hat sich entwickelt. Der Hund wurde zum treuesten Gefährten des Menschen.  Doch obwohl es  in den Geschichtsbüchern viele Berichte von Hunden gibt, die dank ihrer Nase Menschenleben retten,  sollte bis zum Anfang des 19.Jahrhundert dauern, bis diese Art der Spürfähigkeit der Hundenase systematisch genutzt wurde.

Seit Mitte des 17.Jahrhunderts züchteten die Mönche im Kloster und Hospiz St. Bernhard in der Schweiz eigene Hunde, die Vorfahren der heutigen Bernhardiner. Ihre Aufgabe war es, den verschneiten Weg zum Hospiz zu finden. Berichte aus dieser Zeit beschreiben, dass diese Hunde, verirrte oder im Schnee verschüttete Menschen zum Kloster führten, und ihnen so das Leben retteten. Der berühmteste unter ihnen war Barry. Er alleine soll zwischen 1800 und 1812 über 40 Menschen das Leben gerettet haben. Somit kann man hier vom ersten Schritt in Richtung Rettungshundearbeit sprechen. Die Bernhardiner bildeten lange Zeit eine Ausnahme.

Der Krieg gab Anstoß, sich weitere Gedanken über die Verwendung von Hunden zu machen, zunächst als Melder oder zum Transport von Munition.

1890 begann der Tiermaler Jean Bungartz mit der Ausbildung von Hunden im Sanitätsdienst, die verwundete Soldaten aufspüren sollten. Er gründete 1890 den Deutschen Verein für Sanitätshunde, der auf freiwilliger Basis die Verantwortung für die Ausbildung der Sanitätshunde übernahm.

Erst der erste Weltkrieg brachte einen Aufschwung ins Sanitätshundewesen. Waren es zum Ausbruch des Krieges nur knapp ein Dutzend, so wurden es im Verlauf des Krieges ca. 4000 Sanitätshunde. Mehr als 30.000 Hunde dienten insgesamt  im Ersten Weltkrieg an der deutschen Front als Wächter, Melder oder Sanitätshelfer. Sie waren so gefragt, dass geeignete Hunde ihren Eigentümern einfach weggenommen wurden. Leider konnten weniger als zehn Prozent nach Kriegsende ihren früheren Besitzern zurückgegeben werden. Viele Hunde waren im Geschoßhagel gefallen oder blieben nach der Rückkehr der Heere verschollen.

Es war wiederum die Schweiz, die einen weiteren Schritt in Richtung zivile Rettungshundearbeit tat. 1940 begann Ferdinand Schmutz mit der systematischen Ausbildung von Lawinensuchhunden und veröffentlichte 1954 darüber sein Buch „Mein Hund“.

Mit Beginn des zweiten Weltkrieges stieg wieder der Bedarf an Rettungshunden. An allen Fronten waren über 200.000 Hunde im Einsatz. Auch hier wurden die Besitzer geeigneter Hunde  von der Wehrmacht  kurzerhand enteignet. Es gab nun den Sanitätshund, heute Flächensuchhund, und den Lawinensuchhund. Allein auf deutscher Seite starben 25.000 Hunde.

In England fing man in den letzen Jahren des zweiten Weltkrieges damit an, Hunde auch in Trümmern zerbombter Häusern einzusetzen.

Nach dem Ende des Krieges verbreitete sich die Idee des Trümmerhundes auch außerhalb Englands. 1954 übernahm in der BRD der Bundesluftschutzverband, später umbenannt in Bundesverband für Selbstschutz, die Ausbildung von Rettungshunden.1968 begann man wiederum in der Schweiz mit der Ausbildung von Katastrophenhunden. 

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